Die wichtigste Schule ist das Leben selbst

Menschen lernen nicht besser in (Schul-)Fächern, sonst würden sie auch in Fächern leben und denken. Und falls es hier und dort doch den Anschein hat, dass sie in Fächern leben und denken, dann könnte dies ein Ergebnis schulischer Sozialisation sein.

Schulen arbeiten meist wenig effektiv. Würden wir heute die Schule erfinden, sähe sie mit Sicherheit anders aus, als wir sie kennen. 

Wir wissen, dass je nach angestrebter Kompetenzentwicklung die Methoden des Unterrichts variieren müssen. 

Und dank der Neurobiologie wissen wir auch: Der Mensch lernt in Beziehungen und aus Erfahrung. Das Interesse ist dabei handlungsleitend und orientiert sich am Erfolg. Wissen hat seinen Ursprung in reflektierter Erfahrung und wird individuell generiert. (Vgl. u.a. Spitzer, Manfred: Lernen, Berlin Heidelberg 2007.)

Ein entscheidender Faktor für erfolgreiches Lernen ist also der Kontext, in dem das Lernen eingebettet ist. Er bedingt und eröffnet vielfältige Möglichkeiten für

  • die Person selbst
  • die Person in der Gemeinschaft
  • die Gemeinschaft selbst
  • verschiedenste weitere, kontextbezogene Variablen.

Das ist der zentrale Ansatz des situierten Lernens, in dem entsprechend auch die Lernentwicklung individuell und systemisch zu betrachten ist.

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